Einsatz "Evakuierung nach Bombenfund in Nürnberg"
Bei Bauarbeiten in der Nürnberger Nordstadt wurde eine Sprengbombe aus dem 2. Weltkrieg durch einen Bagger entdeckt. Da die Bombe durch den Bagger auch bewegt wurde, hat das Sprengmeisterteam entschieden, dass diese Bombe "sofort" entschärft werden muss. Es wurde ein Evakuierungsradius von 800m festgelegt. Dieser Radius befand sich mitten in der Stadt, wodurch ca. 21.000 Menschen und 7 Alten- und Seniorenheime von der Evakuierung betroffen waren. Der Zeitpunkt des Evakuierungsbeginn wurde auf 20 Uhr festgelegt.
Die Integrierte Leitstelle alarmierte daraufhin im Prinzip alle verfügbaren Einheiten aus allen Hilfsorganisationen. Wir wurde für die SEG Betreuung und die SEG Transport alarmiert. Parallel lief in unserem Kreisverband ein U21 Länderspiel im Fürther Ronhof und wir hatten den Sanitätsdienst auf der Veranstaltung "Winterträume" zu stellen. Der Kreisverband Fürth konnte deshalb nur eine von zwei SEGen Betreuung stellen.
Auftrag für unseren RTW war zunächst einen Sammelraum anzufahren, während das Gespann der SEG Betreuung das Berufsbildungszentrum am Berliner Platz anfuhr. Dort sollte eine Betreuungsstelle für 1.000 Evakuierte Menschen entstehen.
Der Einsatz sollte sich durch die ganze Nacht gehen, der RTW wurde zur Evakuierung der Pflegeheime eingesetzt, während die SEG Betreuung bei der Betreuung der evakuierten Altenheimbewohner im Einsatz war. Insgesamt waren am Ende 1.550 Menschen in der Betreuungsstelle unter gekommen.
Gegen 3:30 Uhr wurde gemeldet, dass die Bombe entschärft war und es konnte mit der Rückführung der Evakuierten begonnen werden.
Gegen 7:30 Uhr waren alle Einsatzkräfte und Fahrzeuge wieder zurück am Standort in Stein und konnten in die "Nachtruhe" gehen


