6. Feldküche TFK 250
Unser Feldkochherd, der Volksmund nennt so etwas Feldküche oder Gulaschkanone, hat, wie unschwer zu erkennen ist, eine militärische Vergangenheit. Ursprünglich wurde der Feldkochherd von der Bundeswehr beschafft und konnte vom BRK für das Ehrenamt erworben werden.
Der Feldkochherd ist eine Kärcher TFK 250, im Verkaufsprospekt des Herstellers heißt es vollmundig: „Was der Leopard 2 unter den Kampfpanzern ist, ist die TFK 250 unter den Feldkochherden“. (TFK = taktische Feldküche)
In der Tat hat eine TFK 250 einige Eigenschaften, die das Gerät wirklich erstaunlich machen. So ist die TFK luftverlastefähig und man kann sie mit Fallschirmen abwerfen. Zugegebenermaßen ist das für unsere Zwecke komplett unwichtig.
Im Gegensatz zu den MFK (Modulfeldküchen), die für den Katastrophenschutz erworben wurden, hat eine TFK doch einige Vorteile. Zunächst braucht es für den Betrieb kein Küchenzelt, denn ein TFK spannt einfach ihr Dach auf. Durch die Kompaktbauweise gibt es keine Spalten zwischen einzelnen Teilen, die umständlich zu reinigen sind und insgesamt gibt es einfach mehr Garraum. Eine MFK kann von der Lafetten abgerüstet und die Module in einem Gebäude betrieben werden, das geht mit einer TFK nicht, hier stellt man einfach das komplette Gerät unter.
Die Bundeswehr hat diese Feldküchen mit Mehrstoffbrenner betrieben, diese haben wir zwischenzeitlich komplett durch Gasbrenner, die für uns im Handling wesentlich einfacher sind, umgerüstet.
Wer sich jetzt fragt, was die Zahl 250 bedeuten soll? In vier Stunden können mit einer solchen Küche 250 Mahlzeiten produziert werden. Eine ganze Menge, nicht wahr?
Übrigens, wenn gekocht wird, hat die TFK kein Kennzeichen! Warum? Die Küche wird so heiß, dass die gängigen Alu Kennzeichen an der Stelle wo sie montiert sind, schlicht dahin schmelzen

